
Monasterio de Piedra - y de Agua
Das Kloster, am Rio de Piedra (Fluss der Steine) gelegen, ist eigentlich eine ehemalige arabische Burg und Heute ein in Spanien bekanntes und gekonnt renoviertes Hotel. Der wirkliche Anziehungspunkt jedoch sind die imposanten Cascadas de Agua (Wasserfälle) im Naturpark rund um das Areal.
1194 wurde die ehemalige Burg durch König Alfons dem Keuschen und seiner Frau Sancha den Mönchen von Poblet übertragen. Sie hatten den Auftrag, ein Kloster zu gründen. Ziel war es, den christlichen Glauben in der Region wieder zu stärken und zu verbreiten. Es erfüllte seinen Auftrag 641 Jahre lang.
1835 wurde das Kloster aufgelöst und das gesamte Areal mit Gebäuden von Privaten übernommen. Nun begann eine neue Ära und Blütezeit im Ort. Der Sohn des ersten Besitzers, Juan Federico Muntadas, wusste von der Anziehungskraft des Parks, denn bereits seit dem 14. Jahrhundert wurde er von Menschen besucht, die sich in irgendeiner Form Heilung erhofften. Der Park wurde erweitert und nach der Entdeckung der Iris-Grotte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1867 entstand hier Spaniens erste Fischzucht für die Bachforelle und den iberischen Flusskrebs. Beides ist auf der Speisekarte des Hotels aufgeführt. Die Forelle, gebraten und mit Rohschinken aus der Region umwickelt, kann ich wärmstens empfehlen.
Die Wasserfälle im Park sind spektakulär. Die einen rieseln sanft über die bemoosten Steine, andere donnern über einen Felsvorsprung in die Tiefe. Um dieses Naturwunder zu bestaunen, wurden fünf Kilometer Wanderweg durch Wald, Höhlen, Treppen und Galerien angelegt. Zwei Stunden gehen dabei im Nu vorbei. Der Rundweg für Menschen mit Beeinträchtigung ist speziell gekennzeichnet.
Gut zu wissen
Dieses Wunder von Naturschönheit kennen die meisten Spanierinnen und Spanier, die auch nur wenige Reisen unternehmen. Mindestens einmal im Leben sollte man da gewesen sein, das wissen sie. Die Wikipedia - Seite über das Monasterio de Piedra gehört denn auch zu den am meisten aufgerufenen in spanischer Sprache.




