Marktküche / Saisonal Dessert / Nachspeise
Vermicelles - Hausrezept
aktiv 40 Min. / kochen 30 Min. / ruhen 4 Std.
Das Vermicelles gehört in der Schweiz zu den beliebtesten Winter Desserts. Es ist schnörkellos und einfach fein. Passt wunderbar in etwas grösserer Portion auch als Zvieri.
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| für 4-6 Personen | ||
| 500 g | Marroni ohne Schale | |
| 4-6 | Meringues Schalen | |
| 180 g | Rohzucker | |
| 1 | Vanillestengel | |
| 2 dl | Kirsch | |
| 5 dl | Vollmilch | |
| 2 dl | Vollrahm | |
| Granatapfelkerne für Garnitur | ||
Einkaufstipp
Für dieses Rezept nehme ich tiefgekühlte, bereits geschälte Marroni. Anstelle des Granatapfels passen Brombeeren oder Heidelbeeren als Garnitur.
Hauptsaison Vermicelles
Jan Feb Mär Apr
Mai Jun Jul Aug
Sep Okt Nov Dez
Vorbereitung
Zuckersirup aus 1 dl Wasser und 100 Gramm Rohzucker herstellen und gut verrühren. Granatapfelkerne auslösen. Gefrorene Marroni unter dem Wasserhahn kalt abspülen und gut abtropfen lassen.
Zubereitung
80 g Rohzucker in der Pfanne caramelisieren lassen. Marroni dazu geben, gut schwenken und mit dem Caramel mischen. Mit 1 dl Kirsch ablöschen und Milch dazu geben. Vanillestange erst quer, dann längs halbieren und darunter mischen. Deckel schliessen und 30 Min. einkochen lassen. Dann vom Herd nehmen, etwas auskühlen lassen und Vanillestengel entfernen. Mit dem Mixer fein zu Paste pürieren. Ist die Masse zu fest, etwas Zuckersirup dazu geben. Vermicelles Paste für mindestens 4 Stunden abkühlen.
Fertigstellen
Rahm steif schlagen. Paste aus dem Kühlschrank nehmen und 4 EL Kirsch gleichmässig einrühren. Auf jeden Teller eine Merengue legen. Vermicelles Paste mit der Presse oder dem Spritzbeutel daneben platzieren. Mit Schlagrahm und Granatapfelkernen garnieren.
Mariannes Tipp
Die Paste bereite ich am Vortag zu und lasse sie über Nacht im Kühlschrank ruhen. So verbinden sich die Aromen harmonisch. Wenn ich Vermicelles ohne Alkohol zubereite, nehme ich Zuckersirup anstelle des Kirschs.
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Info zum Vermicelles
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Vermicelles gilt als eines der eidgenössischen National Desserts, und mindestens einmal pro Saison sollte man die feinen Vermicelli (feine Würmchen) geniessen. Im 18. Jahrhundert wurde in den berühmten Regionen der Marroni, in Savoyen, dem Piemont und dem Tessin begonnen, diese mit Zucker anzureichern und nicht nur als Mehlersatz zu verwenden und als sättigende Speise zu essen. Das Vermicelles, wie wir es kennen, erschien 1894 erstmals im Kochbuch des Wallisers Joseph Favre. Es dauerte noch 50 Jahre, bis es sich als eigenständiges Dessert etablierte.

